Und noch ein Haus in den Ferien
Geschrieben von: Marcel in Mystisch, Serie: Bretagne nach der Saison
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Dies ist eines meiner bevorzugten Fotos aus der Serie über verlassene Touristenorte. Die meisten der schwarz-weiß Bilder dieser Serie habe ich im letzten Jahr aufgenommen, gegen Ende des Sommers. Sie wurden alle auf meinem Lieblings-Schwarzweißfilm angefertigt, dem Fuji Neopan Acros 100, um genau zu sein. Ich war im Norden der Bretagne in Frankreich unterwegs und war schnell fasziniert vom Anblick leerer Straße, geschlossener Geschäfte und allein gelassener Ferienhäuser. Da Oliver von fotolism.us in seiner Blogparade zum Thema “Was macht für dich ein gutes Foto aus” darum bittet zu erläutern, warum ein bestimmtes Bild so gut gefällt, will ich das im folgenden tun. Ich mag dieses Bild besonders, da es das Haus nicht so prägnant zeigt wie die beiden vorhergegangenen Fotos, das Haus aber dennoch deutlich sichtbar ist. Es ist klar, dass dort nicht über das ganze Jahr Menschen leben. Dieser Eindruck der Verlassenheit des Ortes wird unterstützt von der breiten, leeren gebogenen Straße im Vordergrund. Ferner zieht die gerade, ebenfalls leere Straße, in der Mitte des Bildes den Blick des Betrachters an und lenkt ihn in die menschenleere Ferne. Der wolkige Himmel hatte glücklicherweise etwas Struktur und eine hellere Stelle, die, hinter und über dem Haus platziert, diese betont und die düstere Stimmung bricht. Die helle Stelle steht außerdem im Kontrast zu den dunkleren Bäumen im linken Teil, aus dem der Blick sozusagen in das Bild einsteigt. Alles in allem gefällt mir das Bild wohl so gut, weil es mein Gefühl dieses Ortes wiedergibt und dem Betrachter erlaubt, mit seinen Augen darin gemächlich umher zu wandern. So, wie ich es dort mit meinen Füßen getan habe.
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Und noch ein Haus in den Ferien ist stark untertrieben als Titel. Du weißt ich widerspreche Dir nur ungerne Marcel, aber diesmal muss ich dieses leider mit Nachdruck tun. Der Titel müsste eigentlich “Das Haus in den Ferien” heißen: Grandios und ich behaupte einmal, auch mein Lieblingsbild dieser famosen Serie!
Deinen Ausführungen ist eigentlich nichts mehr hinzufügen: Die Straße, die Ferne, das Unterwegssein … alles was man mit Ferien verbindet. Dann aber auf einmal die Einsamkeit, die Leere, das Unstete des Wanderers. Mehr geht nicht. Großartig, Marcel, wirklich großartig!
Viele GRüße & weiterhin sichere Straßen,
Fritsch.